Glidebait Guide: meine 3 Lieblings Swimbaits, Setup und Tuning
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Glidebaits gehören für mich zu den geilsten Ködern überhaupt. Wenn so ein Ding im Wasser von links nach rechts zieht und ein dicker Hecht dahinter auftaucht, das vergisst du nicht mehr. Hier zeig ich dir meine drei Lieblings Glidebaits, mit welchem Setup ich sie fische und wie ich sie tune. Alles aus meiner eigenen Praxis, kein Katalogwissen.
Wenn du gerade erst mit Swimbaits anfängst, lies vorher gern meinen Swimbait Einsteiger Guide. Da geht es um die Basics, hier gehen wir eine Stufe tiefer.
Was ist eigentlich ein Glidebait?
Ein Glidebait ist ein Swimbait, meistens aus Hartplastik mit einem oder zwei Gelenken, der nicht von selbst wackelt, sondern durch deine Führung zur Seite ausbricht. Du gibst mit der Rute oder ein paar Kurbelumdrehungen einen Impuls, und der Köder gleitet weit nach links oder rechts. Genau dieses Ausbrechen sieht für einen Räuber aus wie ein flüchtender oder angeschlagener Fisch. Und dann knallt es.
Gefischt werden Glidebaits vor allem auf Hecht, aber auch große Zander und dicke Barsche gehen drauf. Alle meine Glider findest du in der Kategorie Swimbaits & Glidebaits.

Ein Teil unserer Swimbaits und Glidebaits im Laden.
Mein Setup für alle drei Glidebaits
Ich fische alle drei Köder mit genau demselben Setup. Das ist praktisch, weil ich am Wasser einfach umhängen kann und nichts umbauen muss.
- Rute: DRT Tulala Remix 73
- Rolle: Daiwa Zillion TW HD
- Hauptschnur: 20 lb Fluorocarbon, ich nutze das Seaguar R18 Fluoro LTD
- Vorfach: ca. 25 cm Savage Gear Regenerator Mono in 0,90 mm
- Snap: BKK Fast Snap in Größe 4

Schwarzbarsche haben keine Zähne, deshalb fischen viele dort ohne Vorfach. Unsere Hechte sehen das anders.
Warum Fluorocarbon als Hauptschnur?
Stell dir vor, du fischst mit Geflecht. Das sinkt nicht, sondern liegt oben auf dem Wasser. Jedes Mal, wenn du den Köder animierst, ziehst du ihn ein Stück nach oben. Fluorocarbon sinkt dagegen mit. Dadurch bewegst du den Glider viel gerader durch die Wassersäule, und er bleibt da, wo du ihn haben willst.
Dazu kommt: Fluorocarbon ist unter Wasser fast unsichtbar und richtig leise. Und es lässt sich super an dickes Fluo oder Hard Mono knoten. Ich nehme dafür den Albright Knoten, der macht kaum Probleme.
Neben dem R18 funktioniert auch das Seaguar 150 richtig gut, oder das Zalt's Bass Hard FC in 20 lb. Da gibt es einige Möglichkeiten.
20 lb oder 25 lb?
Mit 20 lb bist du ab ungefähr 70 g Ködergewicht richtig gut aufgestellt und ziemlich allround unterwegs. Wenn du dir eine Rute ganz gezielt nur für den Klash 9 zusammenstellen willst, würde ich eher auf 25 lb gehen.
Warum der Fast Snap in Größe 4?
Bei diesen Ködergrößen nehme ich bewusst den 4er und nicht den 3er. Der 3er verkantet manchmal, und die Öse ist für diese Baits einfach ein bisschen zu groß. Mit dem 4er hast du die Probleme nicht.
DRT Klash 9: der Allrounder
Der DRT Klash 9 ist für mich einer der bestlaufenden Köder, die es gerade gibt. Mit rund 120 g hat er genau das richtige Gewicht, um ihn sehr stabil im Wasser zu führen. Und das Beste: Du kannst ihn auf ganz viele verschiedene Arten fischen, weil sich Lippe und Tail tauschen lassen.

Die Klash Familie von DRT im gleichen Dekor, in der Mitte der Klash 9.
Mode B: meine Lieblingsvariante
Am liebsten fische ich ihn im Mode B. Dafür nimmst du die Tauchschaufel raus und drehst den Varial Tail einmal um, sodass die geriffelte Seite nach unten zeigt. Der Tail steht dann ganz leicht nach oben weg, wirklich nur ein kleines bisschen. So wird aus dem Klash 9 ein richtig sauberer Glidebait.
Deadwalk
Der Klash 9 lässt sich auch super deadwalken, also fast auf der Stelle hin und her tanzen lassen. Das mache ich gern mit dem V Tail und der Short Lip. Es klappt aber auch mit der Standard Lip und dem Varial Tail im Mode A. Andere Lippen für den K9 findest du bei den Klash 9 Spare Parts.
Crank Mode für tiefe Fische
Die letzten Male standen die Fische richtig tief. Da habe ich den Klash 9 sehr schwer bebleit und im Crank Mode einfach durchgekurbelt, also im Mode A mit Lippe, so wie er ausgeliefert wird. Ganz ehrlich: Den Lauf finde ich optisch gar nicht so schön. Aber er fängt enorm gut, macht unfassbar viel Druck und bringt richtig Spaß.
So tariere ich den Klash 9 aus
Out of the box ist der Klash 9 ein Floater, er kommt also wieder nach oben. Ich bleie ihn je nach Dekor so aus, dass er super slow sinking ist oder wirklich auf der Stelle stehen bleibt. Dafür nutze ich Einhängegewichte oder Klebegewichte, zum Beispiel unsere Köderkult Klebegewichte oder die Molix Lead Sticker.

Der Klash 9 aus der Nähe. Ab Werk ist er ein Floater.
Grob kannst du sagen: Der K9 verträgt im Schnitt so 2,5 bis 3 g. Das hängt aber von der Wassertemperatur ab. Kaltes Wasser trägt anders als warmes, deshalb gehe ich das alle paar Wochen nochmal durch und passe es an.
Wichtig: Wenn ich mit Einhängern arbeite, hänge ich das Gewicht hinten ein. Dann läuft er schön gerade. Hängst du es vorne ein, läuft er mit dem Kopf nach unten, und das mag ich nicht.

Unsere eigenen Klebegewichte und das Tuning Zubehör im Laden.
Molix Glide Bait 178 Floating: der Preis Leistungs Sieger
Der Molix Glide Bait 178 Floating hat für mich einen besonderen Platz in der Box. Das war mein allererster Swimbait, und darauf habe ich bis heute meinen größten Hecht gefangen. Für rund 30 € bekommst du hier einen Köder, der unfassbar sauber läuft. Als Einstieg in die Glidebait Angelei gibt es aus meiner Sicht kaum was Besseres.
Deadwalk und solche Spielereien gehen mit ihm nicht. Dafür hat er einen richtig schönen Glide von einer Seite zur anderen, und du kannst eigentlich nichts falsch machen. Durchleiern kannst du ihn auch, das nutze ich selbst aber ehrlich gesagt kaum. Er passt perfekt zu dem Setup mit 20 lb Fluo und 0,90 mm Vorfach.
Ich fische bewusst die Floating Version, aus demselben Grund wie beim Klash 9: Ich stimme mir das Sinkverhalten lieber selbst mit Klebegewichten ab. Wer es direkt sinkend will, nimmt die Slow Sinking Version. Und falls du ihn in unserer eigenen Farbe willst, lies mal die Story zur Phantom Carp.
KAESU KRK 205: der weite Gleiter mit Spinnerblatt
Der KAESU KRK 205 hat für mich nochmal was richtig Neues auf den Markt gebracht. Er ist ein sehr flacher Swimbait, gleitet richtig weit aus, und du kannst bis zu drei Haken anbringen. Dazu kommt er in unfassbar vielen geilen Dekoren. Der hatte sofort seinen festen Platz in meiner Tacklebox.
Mein Trick: Spinnerblatt statt Endhaken
Ab Werk sitzt ein Haken vorne an der Kopföse und einer ganz hinten. Den hinteren nehme ich weg und hänge stattdessen ein kleines CAMO Blade Spin Willow ein. Das funktioniert unfassbar gut. Das Coole daran: Auch wenn der KRK gerade weit ausgleitet, dreht sich das Spinnerblatt weiter. So einen Reiz bekommst du sonst auf dem Markt kaum.
Das Weight Loaded System
Der KRK 205 hat ein Gewichtssystem im Bauch. Ab Werk kommen 4 Tungsten Kugeln und 4 Plastikkugeln mit. Ich fahre damit gerade 3 Tungsten und 1 Plastikkugel. Das ist eine gute Basis, und den Rest stimme ich mit kleinen Tungsten Einhängern ab, zum Beispiel den Varivas TG Grenade Quick Changer oder den neuen Einhängern von Decoy. Damit kannst du extrem vielseitig arbeiten. Alle Gewichte und Einhänger findest du unter Board Weights und Einhänger.
Die drei im Vergleich
| DRT Klash 9 | Molix Glide Bait 178 | KAESU KRK 205 | |
|---|---|---|---|
| Gleitweite | eher kürzere Glides | klassischer Glide | gleitet sehr weit aus |
| Stärke | extrem vielseitig, viele Modes | Preis Leistung, einfach zu fischen | flach, weit, mit Spinnerblatt |
| Deadwalk | ja | nein | nein |
| Tuning | Lippen, Tails, Gewichte | Klebegewichte | Weight System, Einhänger, Blatt |
| Für wen | wer alles aus einem Köder holen will | Einsteiger und alle mit Budget | wer was Neues ausprobieren will |

Unsere Swimbait Wand: Hier kannst du dir alle Glider in Ruhe anschauen.
Unbedingt dabei: großer gummierter Kescher und Seitenschneider
Das klingt banal, ist aber richtig wichtig. Nimm dir einen großen Kescher mit, am besten gummiert. Gerade vom Ufer hast du sonst oft das Problem, dass sich der Hecht im Netz eindreht und du die Haken kaum wieder rausbekommst. Bei einem gummierten Netz passiert das deutlich seltener, und das ist besser für dich und für den Fisch.
Und pack immer einen Seitenschneider ein. Wenn ein Drilling wirklich mal blöd sitzt, knipst du ihn einfach durch und hast den Fisch schnell wieder im Wasser. Passende Zangen und Tools findest du bei unseren Werkzeugen.
Häufige Fragen zu Glidebaits
Welcher Glidebait ist für Einsteiger am besten? (Antwort anzeigen)
Für den Einstieg empfehle ich den Molix Glide Bait 178. Er kostet um die 30 €, läuft sehr sauber, und du kannst damit kaum etwas falsch machen.
Welche Schnur nehme ich für Glidebaits? (Antwort anzeigen)
Ich fische 20 lb Fluorocarbon als Hauptschnur. Es sinkt mit, dadurch zieht es den Köder nicht nach oben, und es ist unter Wasser kaum sichtbar. Für eine reine Klash 9 Rute würde ich 25 lb nehmen.
Brauche ich ein Hechtvorfach beim Glidebait? (Antwort anzeigen)
Ja, unbedingt. Ich nehme ca. 25 cm Savage Gear Regenerator Mono in 0,90 mm, mit dem Albright Knoten an die Hauptschnur geknotet. Die meisten Glidebaits sind für Schwarzbarsch gebaut, unsere Hechte haben aber Zähne.
Wie viel Gewicht verträgt der DRT Klash 9? (Antwort anzeigen)
Im Schnitt so 2,5 bis 3 g, je nach Dekor und Wassertemperatur. Häng Einhänger lieber hinten ein, dann läuft er gerader.
Was ist der Unterschied zwischen Mode A und Mode B beim Klash 9? (Antwort anzeigen)
Im Mode A steckt der Varial Tail so, wie er ausgeliefert wird. Mit Lippe läuft der Klash dann wie ein großer Crankbait. Im Mode B nimmst du die Lippe raus und drehst den Tail um, dann wird er zum Glidebait.

Komm vorbei: Köderkult in der Hauptstraße in Oldenburg.
Wenn du die Köder erst mal in der Hand halten oder dein Setup zusammenstellen willst, komm einfach bei uns im Laden in Oldenburg vorbei. Kaffee ist da, und wir schnacken in Ruhe über Glider.
Grüße,
Andreas
